Millionen und Abermillionen Menschen tanzen täglich zu den unterschiedlichsten Anlässen und haben ihren Spaß dabei. Dass das auch über Länder, Kontinente und Ozeane hinweg funktioniert und ein Amerikaner mit einer Deutschen, eine Japanerin mit einem Italiener, ein Schwede mit einer Brasilianerin oder eine Russin mit einem Südafrikaner tanzen kann, ist dem deutschen Tanzlehrer Gerd Hädrich und dem englischen Tanzlehrer AlexMoore zu verdanken.


1963 entwickeln der Hamburger Tanzlehrer GERD HÄDRICH und der Engländer ALEX MOORE das "Welttanzprogramm", kurz WTP. Es enthält Regeln und Schritte für elf Tänze, darunter die fünf Standardtänze Langsamer und Wiener Walzer, Foxtrott, Tango und Blues, die fünf lateinamerikanischen Tänze Rumba , Cha Cha Cha, Samba Paso Doble und Jive/Boogie sowie den Beat. 1979 gibt es die erste Aktualisierung: Der Beat wird durch Single Disco ersetzt. 1980 kamen zwei weitere Tänze hinzu: Rock`n`Roll und Discofox. Bis 2005 umfasste das WTP 16 Tänze, neben den oben genannten zusätzlich Merengue, Mambo/Salsa und Marschfox. 2005 gab es die letzte Änderung, damals wurde einstimmig beschlossen, dass das Welttanzprogramm außer den 10 Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen alle anderen Paar- und Solotänze wie Salsa, Mambo, American Mambo, Merengue, Bachata, Guapacha, Son, Tango Argentino, Linientänze, Hip Hop, Street Dance, Kindertänze, Old Time Dances, Country & Western Tänze etc. umfasst.

Wichtig zum Tanzen sind, außer der Kenntnis der jeweiligen Schrittfolgen, vor allem die richtige Tanzhaltung und das Einhalten der Verkehrsregeln auf der Tanzfläche. Die Tanzhaltung richtet sich nach dem Tanz und dem Tempo, nach der Umgebung und dem Bekanntschaftsgrad mit dem Partner. Bei korrekter Ausführung löst sie zwei Probleme auf einmal: Zum einen kann sich jeder Partner durch seine Armhaltung besser ausbalancieren, zum anderen läßt sich über die Berührungspunkte vermitteln, was der andere tanzen möchte. Die fließenden Tänze bewegen sich gegen den Uhrzeigersinn, also im Rechtsverkehr, durch den Saal. Dabei hat jeder Tanz seine eigene Richtung, das heißt, er wird entweder seitwärts oder vorwärts oder drehend getanzt.

Quellen: VTÖ, ADTV